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Razzia Olbia: 1,5 kg Drogen, Dark Web und Telegram
Am Morgen des 11. Februar führte die Guardia di Finanza des Gruppo di Olbia eine groß angelegte Operation gegen den Drogenhandel durch. Dabei gelang es den Beamten, eine kriminelle Vereinigung von sechs Personen aus Olbia zu identifizieren und zu zerschlagen. Alle sechs Verdächtigen, darunter ein Minderjähriger, wurden festgenommen.
Die Ermittlungen hatten sich aus Kontrollen auf dem Gebiet ergeben, die unter anderem mit Unterstützung von Spürhunden durchgeführt wurden. In der Folge führten die Finanzbeamten eine Reihe von Durchsuchungen in mehreren Privatwohnungen in der Gemeinde Olbia durch. Dabei wurden etwa 1,5 Kilogramm Rauschgift sichergestellt. Die Ermittler stießen auf ein wahres „Supermarkt-Angebot“ an Drogen: Neben Amfetamin, Kokain, Hashish und Marihuana war auch die als besonders riskant geltende Substanz Amnesia im Umlauf, die nach Angaben der Behörden insbesondere bei Jugendlichen zu dauerhaften Schäden des Nervensystems führen kann.
Während der polizeilichen Maßnahmen, die auch die Fahrzeuge der Festgenommenen einbezogen, wurden zudem zwei Pistolen aufgefunden – darunter eine modifizierte Schreckschusswaffe, die zur Verletzung geeignet war – sowie zwei täuschend echte Spielzeugwaffen ohne die vorgeschriebene rote Kennzeichnung, ein Elektroschocker, verschiedene Munition, selbst gefertigte Sprengvorrichtungen, Sturmhauben, Schlagstöcke, Schlagringe, Einbruchswerkzeuge und ein ausländisches Kfz-Kennzeichen, das als verloren gemeldet war.
Die Guardia di Finanza beschlagnahmte ferner rund 65.000 Euro in bar in Scheinen verschiedener Stückelung (20 bis 200 Euro) sowie eine Rolex-Uhr im Wert von über 8.000 Euro und zwei Geldzählmaschinen. Das Vermögen stammt nach Einschätzung der Ermittler mit hoher Wahrscheinlichkeit aus den Drogenverkäufen und steht in keinem Verhältnis zu den Einkommensverhältnissen der sechs Beschuldigten, die überwiegend jung und ohne feste Beschäftigung sind.
Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Festgenommenen für Bezug und Vertrieb der Drogen digitale Kanäle genutzt hatten: das sogenannte Dark Web und den Messengerdienst Telegram. Beide Kommunikationswege sind unter Jugendlichen weit verbreitet und gelten wegen ihres Anonymitätsgrades als vergleichsweise sicher.
Die Staatsanwaltschaft Tempio Pausania ordnete an, die festgenommenen Erwachsenen in die Haftanstalt Bancali zu überführen; der Minderjährige wurde unter Hausarrest gestellt. Die Operation unterstreicht die Bedeutung der Arbeit der Guardia di Finanza der Provinz Sassari in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Tempio Pausania bei der Bekämpfung des Drogenhandels und der Aufklärung krimineller Strukturen.
Ort des Geschehens
Land
Italien
Stadt
Olbia