Großeinsatz gegen Drogenkriminalität in Bremen
Am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, führten die Polizei Bremen und mehrere Partnerbehörden in den Stadtteilen Östliche Vorstadt, Mitte und Neustadt eine umfangreiche Kontrollaktion durch. Von 14 bis 22 Uhr richteten sich die Maßnahmen gegen öffentlich wahrnehmbare Drogenkriminalität sowie gegen Verstöße im Gewerbebereich. Die Aktion markiert einen weiteren Schritt im konsequenten Vorgehen der Sicherheitsbehörden gegen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten an bekannten Brennpunkten in der Hansestadt.
Einsatz an Brennpunkten in drei Stadtteilen
Die Kontrollen konzentrierten sich auf Bereiche in Bremen-Mitte, der Östlichen Vorstadt und der Neustadt. Diese Stadtteile gelten seit Jahren als Schwerpunkte, an denen sich Drogenhandel und begleitende Kriminalität besonders deutlich zeigen. Mit der gemeinsamen Aktion wollten die Behörden die Sicherheitslage an diesen Orten weiter verbessern und ein klares Signal an Täter und Gewerbetreibende senden.
Der achtstündige Einsatz am Donnerstag war Teil einer Reihe koordinierter Maßnahmen, die regelmäßig an den gleichen Brennpunkten stattfinden. Laut Polizeimeldung verlief die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen erneut reibungslos. Die Behörden betonen, dass solche Kontrollen nachhaltig wirken und die Fortsetzung der Aktionen angekündigt ist.
Beteiligte Behörden und Ziele
Neben der Polizei Bremen waren der Zoll, der Ordnungsdienst, die Wirtschaftsbehörde, die Gewerbeaufsicht sowie die Landeshauptkasse an der Aktion beteiligt. Dieses breite Bündnis ermöglichte es, sowohl strafrechtliche Aspekte der Drogenkriminalität als auch gewerberechtliche Verstöße in einem einzigen Einsatz zu adressieren.
Ziel war es, Straftaten konsequent zu verfolgen, die Einhaltung gewerberechtlicher Vorschriften zu überprüfen und die Sicherheitslage an den Brennpunkten nachhaltig zu verbessern. Die enge Verzahnung von Polizei, Zoll und kommunalen Kontrollbehörden gilt in Bremen als bewährtes Modell für die Bekämpfung von Drogenkriminalität in Verbindung mit begleitenden Gewerbe- und Ordnungsverstößen.
Bilanz der Kontrollmaßnahmen
Im Rahmen der Kontrollaktion überprüften die Einsatzkräfte insgesamt 52 Personen. Dabei führten sie 32 Durchsuchungen durch und fertigten acht Strafanzeigen. Darüber hinaus wurden sieben Ordnungswidrigkeitenverfahren im Zusammenhang mit Gewerbebetrieben eingeleitet. Mehrere Personen erhielten Platzverweise, die sie vorübergehend aus den kontrollierten Bereichen fernhalten sollen.
Durchsuchungen und Strafanzeigen
Die 32 durchgeführten Durchsuchungen bildeten den Kern der polizeilichen Maßnahmen gegen die Drogenkriminalität. Bei den Kontrollen stellten die Beamten Mobiltelefone, Bargeld sowie Drogen sicher. Konkrete Mengen oder Drogenarten nannte die Pressemitteilung nicht. Die acht eingeleiteten Strafanzeigen betreffen Verdachtsfälle, die im Anschluss an die Kontrollen an die zuständigen Staatsanwaltschaften weitergeleitet werden.
Die Platzverweise richteten sich gegen mehrere Personen, die im Zusammenhang mit den Kontrollen auffielen. Solche Maßnahmen dienen dazu, wiederkehrende Störungen an öffentlichen Plätzen zu unterbinden und den betroffenen Bereichen kurzfristig mehr Ruhe zu verschaffen. Ob und in welchem Umfang Festnahmen vorgenommen wurden, geht aus der Meldung nicht hervor.
Kontrollen im Gewerbebereich
Parallel zu den polizeilichen Maßnahmen gegen Drogenkriminalität kontrollierten die beteiligten Behörden zahlreiche Gewerbebetriebe in den betroffenen Stadtteilen. Dabei standen nicht nur der Drogenbezug einzelner Lokale im Fokus, sondern auch die allgemeine Einhaltung gewerberechtlicher und ordnungsrechtlicher Vorschriften.
Die sieben eingeleiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren im Gewerbebereich zeigen, dass die Kontrollen auch jenseits der unmittelbaren Drogenbekämpfung Wirkung entfalteten. Gewerbetreibende, deren Betriebe als Treffpunkte für Drogenhandel genutzt werden oder bei denen Begleitdelikte auftreten, stehen bei solchen Schwerpunkteinsätzen regelmäßig im Visier der Behörden.
Festgestellte Verstöße in Betrieben
Bei den gewerblichen Kontrollen stellten die Einsatzkräfte verschiedene Verstöße fest und ahndeten diese. Unter anderem fehlten in mehreren Betrieben erforderliche Jugendschutzaushänge. Auch Genehmigungen für Außenbestuhlungen oder den Ausschank von Getränken waren teilweise nicht vorhanden oder nicht auf dem aktuellen Stand.
Weitere Beanstandungen betrafen abgelaufene Feuerlöscher, fehlende Preisauszeichnungen sowie unzureichende Hinweise auf Videoüberwachung. Solche Mängel werden von den zuständigen Behörden nicht nur als Ordnungswidrigkeiten gewertet, sondern können auch Hinweise auf mangelnde Compliance und mangelnde Kontrolle in Betrieben geben, die mit Drogenkriminalität in Verbindung stehen.
- 52 Personen überprüft, 32 Durchsuchungen durchgeführt
- Acht Strafanzeigen und sieben Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet
- Sicherstellung von Mobiltelefonen, Bargeld und Drogen
- Gewerbliche Verstöße unter anderem bei Jugendschutz und Genehmigungen
Sicherstellungen und Platzverweise
Die sichergestellten Mobiltelefone und das Bargeld können in laufenden Ermittlungen als Beweismittel dienen. Auch bei Drogenfunden ohne konkrete Mengenangaben gehen die Behörden von relevanter Beweiswirkung aus. Die Kombination aus polizeilichen Durchsuchungen, Zollkontrollen und gewerbeaufsichtlichen Prüfungen ermöglichte einen umfassenden Überblick über die Lage an den Brennpunkten.
Die Platzverweise betrafen mehrere Personen und wurden im Rahmen der öffentlichen Ordnung verhängt. Sie sind ein Instrument, um kurzfristig für Entlastung an neuralgischen Punkten zu sorgen, während parallel strafrechtliche Ermittlungen auf Basis der Strafanzeigen weiterlaufen können.
Fortgesetzte Zusammenarbeit der Behörden
Die Polizei Bremen wertet die gemeinsame Kontrollaktion als weiteren Erfolg der koordinierten Schwerpunktmaßnahmen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Zoll, Ordnungsdienst und den Wirtschaftsbehörden unterstreiche nach Auffassung der Einsatzleitung den nachhaltigen Ansatz gegen Drogenkriminalität und begleitende Gewerbeverstöße. Weitere Aktionen dieser Art sind angekündigt.
Rückfragen von Medienvertretern richten sich an Nils Matthiesen von der Pressestelle der Polizei Bremen unter der Telefonnummer 0421 361-12114. Weitere Informationen zur Polizei Bremen finden sich auf der Website www.polizei.bremen.de sowie unter www.polizei-beratung.de.