PI Lüneburg: Drogenfunde und Wochenendeinsätze
Die Polizeiinspektion Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen hat ihre Wochenendpressemitteilung für den Zeitraum vom 19. bis 21. Juni 2026 veröffentlicht. Das umfangreiche Lagebild umfasst Einsätze in mehreren Landkreisen Niedersachsens – von Körperverletzungen und Einbrüchen über Betrugsdelikte bis hin zu Verkehrsverstößen und gezielten Kontrollen im Bereich der Drogenbekämpfung. Die Behörden bitten in zahlreichen Fällen um Zeugenhinweise.
Körperverletzung und Streitigkeiten in Lüneburg
In der Lüneburger Innenstadt kam es am 20. Juni 2026 gegen 01:30 Uhr in der Straße Auf dem Kauf zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen insgesamt drei Personen. Nach bisherigen Erkenntnissen hielten sich mehrere junge Männer im Bereich eines Kiosks auf, als eine weitere Personengruppe hinzukam. Aus einem zunächst verbalen Konflikt entwickelte sich eine Schlägerei, bei der mindestens ein 19-jähriger Mann durch einen Schlag im Gesicht verletzt wurde. Der mutmaßliche Hauptaggressor konnte im Nahbereich nicht mehr angetroffen werden. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Lüneburg unter der Telefonnummer 04131/607-2215 zu melden.
Einbrüche, Diebstähle und Betrug
In Hohnstorf brachen in der Nacht vom 19. auf den 20. Juni unbekannte Täter in einen Imbiss nahe der Bundesstraße 209 ein und entwendeten eine kleinere Menge Bargeld. In Rullstorf wurde von einem Firmengelände ein hochwertiger Mercedes-Geländewagen im Wert von rund 125.000 Euro gestohlen. Aufbruchsspuren konnten vor Ort nicht festgestellt werden. Eine 79-jährige Frau aus dem Bereich Lüneburg-Bockelsberg fiel am 20. Juni Betrügern zum Opfer, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgaben und behaupteten, ihr Sohn benötige eine Kaution nach einem Unfall. Die Frau übergab anschließend hochwertigen Schmuck an einen unbekannten Täter an ihrer Haustür. Die Polizei warnt ausdrücklich: Echte Beamte fordern am Telefon niemals Bargeld oder Wertsachen.
Verkehrsdelikte und Flucht vor der Polizei
Am 21. Juni versuchte der 18-jährige Fahrer eines Kleinkraftrades in der Lüneburger Innenstadt gegen 01:30 Uhr, sich einer Polizeikontrolle zu entziehen. Er missachtete mehrere Verkehrsregeln, fuhr über rote Ampeln, durch eine Fußgängerzone und mit nicht angepasster Geschwindigkeit an mehreren Personen vorbei. Nach einem Sturz setzte er die Flucht zu Fuß fort, wurde jedoch kurz darauf gestellt. Er erlitt leichte Verletzungen und wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Das Kleinkraftrad wurde sichergestellt. Ermittelt wird unter anderem wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
In St. Dionys kam es am 20. Juni gegen 21:10 Uhr im Hagenweg zu einem Verkehrsunfall mit Verdacht auf Trunkenheit im Straßenverkehr. Ein 27-jähriger Fahrzeugführer kollidierte beim Wenden mit einem geparkten Fahrzeug. Zeugen verhinderten, dass er die Fahrt fortsetzte. Ein Atemalkoholtest ergab 2,13 Promille. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden, Strafverfahren wurden eingeleitet.
Drogenkontrollen und mutmaßliche Betäubungsmittel
Im Bereich Clenze, Lüchow und Lübbow standen am Wochenende mehrere Fälle im Fokus, in denen Verkehrsteilnehmer unter dem Einfluss alkoholischer Getränke oder berauschender Substanzen standen. In Clenze fielen bei Verkehrskontrollen zwei Fahrzeugführer im Alter von 48 und 67 Jahren mit jeweils über 1,2 Promille auf; beiden wurde die Weiterfahrt untersagt.
Bei einer Kontrolle eines E-Scooters im Lüchower Stadtgebiet verlief ein Drogenvortest bei einem 37-jährigen Fahrer positiv. Es wurde eine Blutentnahme durchgeführt und die Weiterfahrt untersagt. Gegen Mitternacht stellte sich bei einer weiteren Kontrolle in Clenze bei einem 50-jährigen Fahrzeugführer eine Beeinflussung durch Cannabis heraus. Auch hier verlief der Drogenvortest positiv, eine Blutentnahme wurde angeordnet.
Besonders gravierend gestaltete sich ein Vorfall im Bereich Lübbow: Gegen 21:30 Uhr am 19. Juni versuchte der Fahrer eines VW Crafter Transporters, sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen. An einer Kreuzung zwischen Teplingen und Lübbow verunfallte er und fuhr eine Böschung herunter. Der 25-jährige Fahrer aus der Region ergriff zunächst die Flucht zu Fuß, konnte jedoch von Einsatzkräften gestellt werden. Er stand unter Alkoholeinfluss mit einem Atemalkoholwert von 1,8 Promille und mutmaßlich unter Drogeneinfluss. Bei ihm wurde ein Beutel mit mutmaßlichen Betäubungsmitteln festgestellt. Die Polizei sicherte Spuren in und am Fahrzeug, das möglicherweise unbefugt genutzt wurde. Der Beschuldigte bedrohte und beleidigte die Beamten aggressiv, weshalb weitere Strafverfahren eingeleitet wurden.
Weitere Einsätze in Lüchow-Dannenberg und Uelzen
Auf dem Dannenberger Schützenfest kam es in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu mehreren verbalen Streitigkeiten, die vor Ort befriedet werden konnten. In der Lüchower Innenstadt wurde ein 35-jähriger Mann nach verbalen Auseinandersetzungen mit einem Stichwerkzeug verletzt und ins Klinikum gebracht. In Clenze wurde ein 30-jähriger Mann beim Ladendiebstahl von Schokolade erwischt. In Teldau brachen Unbekannte in eine Lagerhalle ein und entwendeten Werkzeug, Leitungen, Einrichtungsgegenstände und Computertechnik im Wert von mehreren zehntausend Euro.
In Uelzen wurden ein mobiler Imbiss aufgebrochen, Graffiti an Stromkästen und Hauswänden festgestellt und in Bienenbüttel eine 40 Kilogramm schwere Steinstaue aus einem Vorgarten gestohlen. Nach einem Fußballspiel kam es im Innenstadtbereich zu Autokorsos und vereinzelten Feuerwerkskörpern. In der Gudesstraße verletzte sich ein Fußgänger leicht, als er unvermittelt auf die Fahrbahn trat. In Lemgow verunglückte ein 75-jähriger Kabinenroller-Fahrer leicht, als er beim Rückwärtsfahren einen Wassergraben übersah.